Mittelstufe (7-10)

Die folgenden Informationen beziehen sich auf den neunjährigen Bildungsgang (G9).

Nach erfolgreich durchlaufener Erprobungsstufe treten die Schüler*innen mit der siebten Klasse in die vierjährige Mittelstufe ein.

Im Unterricht werden die Schüler*innen auf die Anforderungen in der gymnasialen Oberstufe vorbereitet, wir fördern dabei ihre individuellen Entwicklungspotenziale und besprechen bei Bedarf notwendige Förderschwerpunkte mit den Elternhäusern. Wir begleiten den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung im Unterricht, in gesonderten Klassenveranstaltungen sowie durch außerunterrichtliche Angebote und stellen auch Ansprechpartner*innen (z.B. der AWO) zur Seite, wenn Beratung oder (außer)schulische Unterstützung notwendig scheint.

Das Highlight der siebten Klasse ist die traditionelle Skifahrt nach Matrei im Januar, die den Jugendlichen neben den sportlichen Herausforderungen eine Menge Spaß und gemeinsame Erlebnisse bietet. Diese Fahrt führt erfahrungsgemäß zu einem vertieften sozialen Miteinander und zu einem gesteigerten Verantwortungsgefühl innerhalb der Schulgemeinschaft.

In der Jahrgangsstufe 7 führen wir zudem das in der Erprobungsstufe begonnene Methodentraining fort. An drei Methodentage setzen sich die Schüler*innen mit dem Thema „Digitale Mediennutzung“ auseinander und vertiefen praxis- und produktionsorientiert alle Bereiche der Medienkompetenz (Mediengestaltung, Mediennutzung, Medienkunde, Medienkritik).

Im Frühjahr nehmen alle Schülerinnen und Schüler der achten Klasse an den landesweiten VERA8-Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch teil. Mit Hilfe standardisierter schriftlicher Tests wird überprüft, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt und im Vergleich zu anderen Gymnasien in NRW erreicht haben, um individuelle Leistungsstände in der schulischen Arbeit berücksichtigen zu können.

Daneben ist die 8 eine Stufe vielfältiger Individualisierungsprozesse und bereitet so bereits Entscheidungen für die gymnasiale Oberstufe oder die Studien- und Berufswahl vor. Gemäß der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) setzt in der achten Klasse die Studien- und Berufsorientierung ein. Im Rahmen der Potentialanalyse nehmen alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihrer Klasse vormittags an einer Testung möglicher beruflicher Neigungsfelder durch außerschulische Experten teil und werden danach ausführlich durch die außerschulischen Experten dazu beraten. Während der drei verbindlich durchzuführenden Tage der Berufsfelderkundung haben sie außerdem die Möglichkeit, verschiedene berufliche Perspektiven kennenzulernen.

Um den Gefahren bei der Nutzung der neuen Medien auch unter rechtlich-juristischen Aspekten zu begegnen, organisieren wir für alle achten Klassen die Informationsveranstaltung „Gefahren im Netz“ durch die Polizei.

Gegen Ende des Schuljahres wählen die Schülerinnen und Schüler einen Differenzierungskurs für die nächsten beiden Schuljahre. Die zu wählenden Fächer inklusive bisher vorläufiger Informationsschreiben finden Sie in unserem Download-Bereich. Außerdem finden Sie dort den vorläufigen Wahlzettel für den Wahlpflichtbereich II.

Der in der Klasse 9 einsetzende Wahlpflicht- oder Differenzierungsunterricht ermöglicht eine erste Neigungsdifferenzierung. In vier Stunden pro Woche verlassen die Schülerinnen und Schüler ihre Klassen und lernen im Kurssystem ein Fach ihrer Wahl kennen. Sie können dabei zwischen Spanisch (neu einsetzende 3. Fremdsprache), Informatik (zum ersten Mal im Differenzierungsbereich ab dem Sj. 2022/23 angeboten), dem Fach BewegungUmweltGesundheit (zum ersten Mal im Differenzierungsbereich ab dem Sj. 2022/23 angeboten) sowie dem gesellschaftswissenschaftlichen Fach Wirtschaft/Politik oder Kunst aus dem künstlerisch-musischen Bereich wählen. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Fächern finden Sie im Downloadbereich der Mittelstufe (einzeln nach Fächern bzw. Kursen aufgeführt und als Gesamtpaket zum Download)

In der neunten Klasse führen wir zudem das Methodentraining fort, indem wir am Ende des ersten Halbjahres in allen neunten Klassen drei Projekttage zum Thema „Präsentieren” durchführen, in denen die Schüler*innen an ihre Vorkenntnisse anknüpfen und neue Bereiche wie beispielsweise die Adressatenorientierung, die Performanz oder die rhetorische Situationsanalyse kennenlernen und umzusetzen lernen. Dieses gezielte Training soll sie nicht nur auf die anstehende Oberstufe, sondern zugleich auch auf Ausbildung, Studium und Beruf vorbereiten.

Auch die Fortführung der Berufsorientierung wird in der Stufe 9 fortgesetzt und dient den Schüler*innen neben diversen Workshop-Angeboten (z.B. SCHLAU-Workshop) zur Reflektion ihrer Person, ihrer geplanten Zukunftsgestaltung sowie ihres sozialen Miteinanders.

Schüler*innen der Gymnasien mit neunjährigem Bildungsgang erwerben am Ende der Klasse 10 mit der Versetzung in die gymnasiale Oberstufe den mittleren Schulabschluss. In diesem Zusammenhang nehmen sie ab dem Schuljahr 2023/24 wie alle anderen Schülerinnen und Schüler anderer Schulformen mit sechsjähriger Sekundarstufe I an den Zentralen Prüfungen in Klasse 10 (ZP 10) teil. Schülerinnen und Schüler der Gymnasien mit achtjährigem Bildungsgang erwerben den mittleren Schulabschluss wie bisher am Ende der Einführungsphase in der gymnasialen Oberstufe durch Versetzung in die Qualifikationsphase.

Im Rahmen des Fremdsprachenunterrichts findet im zweiten Halbjahr eine Fahrt nach Lüttich (Französischschülerinnen) und Trier (Lateinschülerinnen) mit ein bis zwei Übernachtungen statt.

Die Fortführung der Berufsorientierung wird auch in der Stufe 10 fortgesetzt und weiter vertieft.

Am Ende des Schuljahres nehmen zudem alle Schüler*innen der Jahrgangsstufe 10 an einem Erste-Hilfe-Kurs teil.