Nach meinem Abitur 2024 am Gymnasium Koblenzer Straße wollte ich bewusst neue Wege gehen und mich außerhalb meines gewohnten Umfeldes weiterentwickeln, weshalb ich mich für einen Freiwilligendienst im Ausland entschieden habe.
Von August 2024 bis August 2025 habe ich einen internationalen Freiwilligendienst im Rahmen von weltwärts in Uganda absolviert. Mein Einsatzort war Kalagi und lag nahe der Hauptstadt Kampala. Träger des Dienstes war der ASC Göttingen von 1846 e. V. Der Schwerpunkt meines Dienstes lag im sportlichen und pädagogischen Bereich.
Ich lebte gemeinsam mit anderen Freiwilligen in einer WG und nahm am alltäglichen Leben in Uganda teil. Der Alltag unterschied sich stark von dem in Deutschland: einfache Lebensbedingungen, wenig Infrastruktur, dafür viel Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung. Einkäufe auf lokalen Märkten, der Weg mit dem Motorradtaxi und das Leben ohne festen Zeitdruck gehörten schnell zur Normalität.
Mein Herzensprojekt war die Mukono Multipurpose Youth Organization (MUMYO). Dort betreute ich Kinder aus der Umgebung, die meist keinen regelmäßigen Schulbesuch haben. Wir lernten gemeinsam Englisch und Mathematik, spielten, malten und machten Sport. Besonders wichtig war dabei der persönliche Kontakt, den Kindern Aufmerksamkeit zu schenken und ihnen einen strukturierten und positiven Alltag zu bieten.
Ein weiterer Schwerpunkt war meine Tätigkeit im sportlichen Bereich. Ich unterrichtete Sport an mehreren Schulen und trainierte meine eigene gegründete Basketballmannschaft. Mit den Kindern arbeitete ich an Teamfähigkeit, Technik und Fairness. Höhepunkt war die Teilnahme an einem Nationalen Basketballturnier. Die sichtbaren Fortschritte der Kinder waren dabei besonders motivierend.

Zusätzlich engagierte ich mich in der Msingi Soccer Academy, wo ich sowohl sportlich als auch organisatorisch tätig war. Dort unterstützte ich unter anderem die Öffentlichkeitsarbeit und half dabei, Einblicke in die Projektarbeit zu geben.
Neben der praktischen Arbeit war das Jahr vor allem aber persönlich sehr prägend. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen, selbstständig zu arbeiten und mich auf neue Lebensumstände einzustellen. Das Leben in Uganda hat mir gezeigt, wie wichtig Gemeinschaft, Dankbarkeit und gegenseitiger Respekt sind.
Rückblickend war der Freiwilligendienst eine der wertvollsten Erfahrungen meines Lebens. Ich habe nicht nur fachlich, sondern auch menschlich viel gelernt und nehme viele dieser Erfahrungen mit in meine Zukunft. Uganda wird für mich immer ein besonderer Ort bleiben.
Jonas Hüls
