Besuch in Frankreich vom 3.6.- 11.6.2026 (Frankreichaustausch)

Am 3.6. um 4:00 Uhr morgens fuhren ca. 5-6 PKW gesteuert von Kobi-Eltern ihre Kinder, weitere Kobi Schülerinnen und Schüler und Herrn Hengst (merci!) zum Kölner Hbf, von wo die Reise mit der Bahn für 20 Kobianer samt ihrer Lehrkräfte über Paris, Nantes nach Nozay in Westfrankreich ging. Wir konnten starten und man höre und staune: der ICE fiel nicht aus und war pünktlich (Chapeau DB, unglaublicher Wahnsinn!)

Nach sehr langer Fahrt kamen wir in einer ungeahnten Gluthitze an (36 Grad  Celsius, kein! Hitzefrei in der Schule dort, niemals!) und wurden sehr freundlich empfangen. Ein äußerst attraktives Programm: Kanufahrt, Fahrradtour, Strand in der Bretagne, Besuch der Salinen am Atlantik, Beobachten von Insekten und Wasservögeln…. Teilnahme am Unterricht (und dort haben unsere Schülerinnen und Schüler sicherlich ganz verschiedene Lehrer-/Lehrerinnentypen kennengelernt: die Gemütlichen wie Obelix, die Gewitzten wie Asterix, die Gnädigen wie wie Rousseau, die Strengen wie Robespierre, die Unbeliebten wie Macron, die Effektiven wie Dembélé, die Eleganten wie früher Zidane auf dem grünen Rasen,…so wie sie halt so sind die professeurs und professeures überall auf der Welt. Nicht nur am KOBI) Teilnahme am Familienleben, private Ausflüge,….machten den Austausch für alle zu einem sicher interessanten und den Horizont erweiternden Erlebnis. 


Unsere Schülerinnen und Schüler merkten: Französisch in Frankreich hört sich ganz anders an als im Unterricht (sehr viel besser und echter), Frankreich ist ein tolles Land, die Verständigung klappt in der Regel nach fast zwei Jahren Französischunterricht am Kobi schon recht gut, man lebt dort ähnlich wie bei uns, aber dennoch anders, man muss zuweilen über seinen Schatten springen, die eigene Komfortzone verlassen, offen und neugierig und auch geduldig mit sich selbst und anderen Menschen sein, Heimweh kommt und geht auch schnell wieder weg.

Und vielleicht entstehen aus all dem sogar Freundschaften, noch mehr Lust auf den Französischunterricht. Zumindest befördert der Aufenthalt vor Ort die Einsicht, dass selbst so vielleicht nervige Vokabeltests die Basis legen für eine gelungene Kommunikation nicht nur in W013 (kein ganz schlechter Ort an sich, nun ja, objektiv gesehen), aber – seien wir ganz ehrlich zu uns selbst – viel lieber natürlich „extra muros“, in Nozay, in Nantes, in der Bretagne, im Hexagon, in Frankreich, – leider gesellschaftlich  ähnlich zerrissen wie unser Land,- aber auch da seien wir mal ganz ehrlich: ist schon etwas schöner dort. Oder?

Oui, tout à fait, la France, c‘ est un beau pays.

Ich danke allen Eltern, Rémi Ecomard, Frau Wernke für ihre Unterstützung.

Carsten Hengst (Organisation/Leitung Austausch)